Hennecke Fuhrparkberatung

"Unternehmensmobilität in Zeiten von Covid19"

10.05.2020

Artikel "Unternehmensmobilität in Covid19-Zeiten.
Wie sich das Gesundheits-/ Infektionsrisiko auf die Mobilität Ihres Unternehmens auswirkt. "

 

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Umfrage: Wie verändert sich die urbane Mobilität aufgrund von Covid19?

In einer empirischen Umfrage befragte das Beratungsunternehmen BCG 5.000 Menschen in Großstädten auf der ganzen Welt, um zu sehen, wie sich ihr Mobilitätsverhalten aufgrund von Covid19  (Corona) verändert hat. Siehe hier (LinkedIn) und hier (BCG).

Ihre wichtigsten Ergebnisse :

  • Mobilität während der Sperrung: Nicht alle Mobilitätsalternativen sind gleichermaßen betroffen. Der öffentliche Verkehr ist stärker betroffen als der private Transport

  • Die Vermeidung von Infektionsrisiken hat bei der Wahl der Mobilität oberste Priorität. Dies treibt die Menschen zum individuellen Transport

  • Die Autoren unterscheiden zwischen kurzfristigen und mittelfristigen Veränderungen

Weitere Erkenntnisse der Autoren werden in Kürze veröffentlicht und wir freuen uns darauf!

Während die Autoren die urbane Mobilität aus einer allgemeinen Perspektive betrachten (Einzelpersonen, Städte und Unternehmen), möchten wir kurz analysieren, welche Auswirkungen ein erhöhtes Gesundheits-/ Infektionsrisiko in Covid19-Zeiten (Corona) und danach auf die geschäftliche Mobilität hat.

Was bedeutet erhöhtes Gesundheits- / Infektionsrisiko aus Unternehmenssicht?

 

Bezugssrahmen für die Gestaltung der Mobilität von Unternehmen

Im Allgemeinen stimmen die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Umfrage von mit unserem Standpunkt überein: Es gibt nicht EINE Antwort oder EINEN perfekten Weg der Mobilität von Unternehmensmitarbeitern.

Stattdessen wird die Gestaltung der Mobilität eines Unternehmens - das heißt die Mischung aus direkt zugeordneten Fahrzeugen, Poolfahrzeugen, Carsharing, Taxifahrten, Flugzeug, Fahrrad, Scooter, öffentlichen Verkehrsmitteln, Homeoffice… - von verschiedenen Faktoren bestimmt.

Die Faktoren, die den Mobilitätsmix bzw. die Kosten der verschiedenen Alternativen bestimmen, sind hauptsächlich:

- der Zweck der Reise (z. B. Erbringung von Dienstleistungen, Transport von Waren, Vertrieb, Pendeln zur Arbeit, …),

- die Fahrstrecke

- die Uhrzeit oder der Wochentag der erforderlichen Reise,

- die Verfügbarkeit alternativer Mobilitätsoptionen oder 

- die Unternehmenskultur (z. B. "traditionelle Unternehmen" vs. "jungen Unternehmen")

Diese Faktoren können von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein und sogar innerhalb eines Unternehmens variieren, z. B. je nach Standort / Region / Land der Unternehmenseinheit.

Gesundheits- / Infektionsrisiko als neuer Faktor für die Gestaltung des Mobilitätsmix

Mit Covid19 (Corona) erlangt ein zusätzlicher Faktor Bedeutung bei dieser Entscheidungsfindung: Das mit der Mobilität verbundene Gesundheits- / Infektionsrisiko.

Was wissen wir über Gesundheits-/ Infektionsrisiko und Mobilität?

  • Das Gesundheits-/ Infektionsrisiko ist für jede Mobilitätsalternative unterschiedlich (höher im öffentlichen oder gemeinsamen Verkehr, weniger im Privatverkehr, minimal im Home Office).

  • Ein erhöhtes Gesundheits- / Infektionsrisiko erhöht die Nachfrage nach sichereren Mobilitätsalternativen

  • Das Gesundheits-/ Infektionsrisiko variiert je nach Stadt, Region und Nation

  • Das Gesundheits-/ Infektionsrisiko variiert im Laufe der Zeit (z. B. mehr Risiko im Winter, weniger im Sommer).

  • Das Gesundheits-/ Infektionsrisiko ist manchmal ungewiss (wie gefährlich ist eine Situation? Wie werden die Regierungen entscheiden?)

Wie kann das Gesundheits-/ Infektionsrisiko bei der Entscheidung über den Mix der Unternehmensmobilität berücksichtigt werden?

 

Letztendlich macht die zusätzliche Betrachtung von Gesundheits-/ Infektionsrisiken eine bereits komplexe Entscheidung noch komplexer, und einfache Antworten sind nicht verfügbar.

Dennoch sollten Unternehmen bei ihrer Entscheidungsfindung folgende Aspekte in Bezug auf Gesundheits-/ Infektionsrisiken berücksichtigen :

  1. Da das Gesundheits-/ Infektionsrisiko im Laufe der Zeit und je Region unterschiedlich ist und mit Unsicherheiten hinsichtlich der Entscheidungsfindung durch die Regierung verbunden ist, erfordert dies mehr Flexibilität bei der gestaltung des Mobilitätsmix.
     

  2. Mit ansonsten allen anderen Faktoren gleich (Zweck der Reise,…), ist die öffentliche und geteilte Mobilität in der Regel günstiger und umweltfreundlicher als privater Transport. Daher sollten Unternehmen in einer normalen Situation in Bezug auf Gesundheit/ Infektion öffentliche oder geteilte Verkehrsmittel bevorzugen. In Zeiten eines erhöhten Gesundheits-/ Infektionsrisikos bietet der private Verkehr mehr Sicherheit. In diesem Fall kann eine höhere Sicherheit die höheren Kosten des privaten Verkehrs ausgleichen.
     

  3. Die Frage, wie schnell sich die Mobilität in einer Krise ändern muss, wirkt sich auch auf die Kosten aus: Eine rasche Umstellung auf einen privateren Transport kann aufgrund von Engpässen auf der Angebotsseite und aufgrund von preisaufschlägen für flexiblere Produkte (z. B. teurere Kurzfrist-Mietwagen) teurer sein als langfristiges Leasing oder Eigentum.
     

  4. In Bezug auf die noch sicherere Option des Home Office hängen die indirekten Mobilitätskosten auch von der Flexibilität der Fahrzeug-/ Mobilitätsverträge ab. (Eine separate, hochinteressante Frage ist, ob das Home Office die erforderliche Mobilität auch langfristig reduzieren kann.)
     

  5. Auswirkungen auf die Finanzierung der Mobilität (Frage: Leasing oder Kauf von Fahrzeugen) ergeben sich nicht direkt aus dem Gesundheits-/ Infektionsrisiko , aber indirekt: Wenn eine Krise wie Covid19 die finanzielle Situation des Unternehmens negativ beeinflusst und das Unternehmen seine Ausgaben senken muss, werden kurzfristige Verträge geschlossen langfristig Vorteile haben.

 

Dies bedeutet, dass Unternehmen effektiv zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit Gesundheits- / Infektionsrisiken berücksichtigen müssen, um die optimale Einrichtung der Unternehmensmobilität zu bestimmen

Schlussfolgerungen: Einrichtung der Unternehmensmobilität und Covid19

Die Berücksichtigung von Gesundheits- / Infektionsrisiken in Covid19-Zeiten und danach erhöht die Komplexität bei der Entscheidung über die optimale Einrichtung der Unternehmensmobilität. Dies bezieht sich auf zusätzliche Kosten und zu berücksichtigende Risikowahrscheinlichkeiten.

Um sich an Veränderungen des Gesundheits- / Infektionsrisikos im Laufe der Zeit und an die erhöhte Unsicherheit anzupassen, ist auch eine flexiblere Einrichtung der Unternehmensmobilität erforderlich, was wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Wie zuvor, während und nach Covid19: Nicht eine Form der Mobilität kann gegenüber anderen bevorzugt werden. Der optimale Mobilitätsaufbau eines Unternehmens hängt von verschiedenen Einflussfaktoren ab. Es können konkrete Vorschläge gemacht werden, dies erfordert jedoch die Berücksichtigung unternehmensspezifischer Determinanten.

Empfehlung:

In jedem Fall ein angemessenes Meldesystem ist für systematische und datenbasierte Entscheidungen erforderlich. Dies bedeutet ein Berichtssystem, das alle Mobilitätsalternativen (eigene Fahrzeuge, Poolautos und alternative Mobilitäts- oder Reiselösungen) umfasst und die Gesamtmobilitätskosten (TCM) eines Unternehmens basierend auf den tatsächlichen und budgetierten Kosten anzeigt.

Wenn Sie als Unternehmen Hilfe benötigen , um Ihr optimales Mobilitätssetup zu ermitteln, neue Mobilitätsformen einzuführen, die erforderlichen IT-Strukturen zu implementieren oder entsprechende Change-Management-Projekte durchzuführen, kontaktieren Sie uns. #CMaaS #Connector

Optimale Unternehmensmobilität unter Covid19 ?